Cafe zum schwarzen Kater

Geschichten über das GWars Universum, verfasst von Spielern aus dem gesamten bekannten Universum.
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nanny

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von nanny »

Die verhängnisvoll klingenden Worte "Tarnmodus aktivieren" noch im Ohr betrat ich die Küche. Die Hauptgerichte waren nahezu fertig nur von meinem positronischen Genie Emma war nichts zu sehen. Es war gar nicht ihre Art, das Fleisch sich selbst zu überlassen, suchend drehte ich mich in der Küche herum.

"Subraumtunnel gesichtet, Schiffe deuten auf Piraten hin, Lager voll, Waffenarsenale gewartet und Kater immernoch hungrig." Während die Roboterfinger über die Tasten hetzten, wurde mir gewohnt knapp der Stand der Dinge mitgeteilt. Die geheime Komandozentrale des Cafes lief auf Hochtouren, sämtliche Systeme waren in Bereitschaft und alle Sensoren lieferten Massen an Meßergebnissen.

"Wahrscheinlichstes Ereignis neue Gäste, Vorräte reichen, vermutlich Zechpreller, genügend Parkkrallen vorhanden übrigens auch genügend Munition."

Das erklärt die Worte des Gastes murmelte ich und wollte mich gerade um das Fleisch kümmern, als Emma an mir vorbei eilte und die Teller herrichtete.

"Meine Küche" mit diesen Worten wurde mir wieder das Tablett in die Hand gedrückt. Ich wollte gerade noch den gewünschten Kaffee erwähnen, als mir schon eine dampfende Tasse dazugestellt wurde.

"Was haben wir über das Abhören des Gastraumes besprochen?" Irgendwie kam es mir langsam so vor als würde keine Mensch... äh kein Kater und kein Roboter mir zuhören, wenn ich meine Anweisungen gab.

"Ein Gast ist schwer bewaffnet um deine Sicherheit zu gewährleisten bin ich GEZWUNGEN die Situation zu überwachen um Notfalls eingreifen zu können."

"Ich bin hier die Chefin und ich kann auf mich selbstaufpassen."

Der strafende Blick gefolgt von einem einem einzigen Wort: "Karate?", ließen mich erneut die Flucht antreten. Was kann ich dafür das damals dieser nichtzahlende Gast den schwarzen Gürtel hatte, ich habe immer hin den gelben, das muß doch reichen... nur durch die Erinnerung daran rieb ich unbewußt meinen verlängerten Rücken. Menschen mit guten Gedächtnis sind schon schlimm genug, aber ein positronischen Gehirn vergisst nichts, vorallem nicht wenn es was peinliches ist.


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nanny

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von nanny »

Als ich die Küche verlies, stellte ich fest, das männliche Lebewesen trotz fast zwei Tellern Suppe immernoch kurz vor dem Hungertot sein können, anders konnte ich mir den gierigen Blick auf das Tablett nicht erklären. Als Frau wünschte ich mir, das so ein Blick auch mal mir gelten würde. Selbstverständlich wurde zuerst der Herr von der Sicherheit bedient, bevor er seine Waffe ziehen konnte und mir beide Gerichte entreißen wollte. Noch bevor ich das Porzellan abstellen konnte wurde es schon von einer Gabel auf den Tisch gedrückt. Schnellstmöglich zog ich meine Hand zurück, noch unversehrt, allerdings vermutete ich stark das es sehr knapp war.

Ich servierte die Hähnchenbrust und den obligatorischen Kaffee dem freundlich lächelnden Herren, der tief einatmete, die Arme leicht anspannte um die Muskeln zu zeigen und meinte:

"Mein Schiff hat einen Subraumtunnel geortet, falls Ihnen Gefahr drohen sollte, werde ich selbstverständlich für Ihre Sicherheit sorgen."

Ich setzte mein perfektes Oh-mein-Held-Lächeln auf und wollte gerade antworten, als eine zerstreute Stimme fragte:

"Kann ich jetzt endlich bestellen, bevor es eventuell nichts mehr gibt?"

Ich lächelte meinen Helden nochmal an und wandte mich an den dritten Gast.

"Was darf ich ihnen bringen?"

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McNeumann
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Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von McNeumann »

In dem Augenblick, als Joshua endlich bestellen wollte, öffnete sich die Tür der Lokalität mit einem kräftigen Schwung.

"WIR HABEN HUNGER!!!" brüllte es in den Raum.
Der laute Herr wurde vom nachfolgendem in den Raum gedrückt.
"ABER VOR ALLEM HABEN WIR DURST!!!" reif die Stimme...

Cerema schaute kurz von seinem Essen auf. Blickte mich an. Ich machte eine Geste, die andeuten sollte das er einfach weiter essen solle und das tat er dann auch...

Die Wirtin rief den hereinkommen Gästen das sie gleich kommen würde, aber diese schienen das nicht gehört zu haben. Ungeduldig rief der nächste schon nach der Wirtin, bevor er sich überhaupt hin gesetzt hat.

Ich schlürfte meinen Kaffee und fing an genüsslich meine Speise zu mir zu nehmen. Drehte mich dabei ein wenig zu Joshua und ließ ein lächeln folgen. "Ich habe es dir gesagt..."

Das Lokal füllte sich schnell. Wir saßen ein wenig im hinteren Eck des Lokals und hatten somit einen guten Überblick über den Rest des Raumes.
Mit den einen Sinnen beim Essen mit dem anderen immer in den Raum horchend, beobachteten Cerema und ich das weitere geschehen.


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Joshua

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von Joshua »

Ich wollte gerade die Wirtin rufen, um meine Bestellung aufzugeben, als sich mein Intercom meldete.
Es war die 4ma, die sich nach meinem Standort erkundigte.
Ich habe eine automatische Ortung an Bord, aber die wird sehr selten benutzt, das Nachspionieren der Mitarbeiter wurde schon vor langem durch eine Vereinbarung mit dem Personalrat geächtet. Aber wenn man tagelang in einem Café sitzt, nicht am Ziel ankommt, und sich auch sonst nicht meldet, dann werden die wohl schon mal nachdenklich.

"Hallo, wie geht's wie steht's? Alles klar bei euch? Bei mir auch, wollte nur kurz einen Kaffee trinken und einen Happen essen, ist ein neuer Imbiss an der Route.

Warum ich tagelang nichts von mir hören lasse?
Nun, ich hatte einen kleinen medizinischen Zwischenfall, plötzliche Ohnmachtsanfälle und so, da wollte ich nicht gleich wieder an die Konsole und weiterfliegen.

Warum ich unbedingt eine Unterbrechung machen wollte?
Ey Mann, ich bin doch kein Roboter. Außerdem erinnerte mich das Schild am Haiwäi an irgendetwas, und weil ich nicht drauf kam, wollte ich nur mal kurz vorbeigucken, um meine Erinnerung wiederzufinden.

Ob ich die Erinnerung wiedergefunden habe?
Weiß nicht, durch die Ohnmacht habe ich die Erinnerung daran verloren, woran ich mich erinnern wollte.

Woran wollt ihr mich erinnern?
Achso, ich soll schleunigst machen, dass ich zum vereinbarten Ort komme, um die Waren abzuliefern.

Was? Deswegen wollt ihr mir kündigen? Ihr spinnt wohl? Habt ihr sie noch alle? Wollt ihr euer verdammtes Schiff wiederhaben oder soll ich damit türmen? Ey, passt bloß auf, ich weiß, wo euer Haus wohnt, alles klar?"

Ich legte auf und fing an zu überlegen. Türmen oder nicht? Nicht oder türmen? Nicht türmen, oder? Also nicht türmen.

"Sorry, Leute," rief ich in die nette Runde, "muss ganz dringend weg, sonst bin ich meinen Job los. Und das kann ich mir bei meiner Frau nicht leisten."

Ich sprintete zur Tür, riss sie auf und fing an zu überlegen:
"Wo habe ich die verdammte Mistkarre bloß abgestellt?"


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nanny

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von nanny »

Ich bin ja vieles von meinen Gästen gewöhnt, allerdings war dieser der Erste, der unverständliches ins Intercom brabbelte, aufsprang und mit so einer Geschwindigkeit zum Ausgang lief, das selbst die durstigen Neuankömmlinge sich teilten wie das rote Meer vor Moses. Das er weder eine Staubwolke noch einen Kondensstreifen hinter sich herzog enttäusche die begeisterten Zuschauer am Tisch schwer, allerdings ist mein Cafe eindeutig für solche Spezialeffekte einfach zu sauber.

"Nanny du Schönste aller bekannten Sonnensysteme, rette mich vor dem Verdursten."

Freudig erstaund erblickte ich Mondragor in einer großen Gruppe altgedienter Gwars-Recken, wobei bei den meisten die Ressourcenbeschaffnung an Piraterie grenzte.

"Wenn du so anfängst, muß ich auf Vorauskasse bestehen."

Tiefgekränkt und mit dem zweitbesten Dackelblick schaute er mich an. "Wann habe ich jemals nicht bezahlt?"

Ich holte tief Luft und wollte gerade die Aufzählung beginnen, als mir ein Raumschiffschlüssel entgegen flog. Geistesgegenwärtig fing ich ihn auf und schaute mich suchend nach dem Werfer um.

"Nannylein wir versaufen diesen nagelneuen Nighthawk, der durch günstige Umstände in unseren Besitz gelangt ist."

Die übrigen Mitglieder der SB (Schwarze Bruderschaft, einst der Schrecken der Galaxis, nun eher eine Rentnergruppe auf Kreuzfahrttour) nickten eifrig.

"Weil ich die mag sind die Papiere so gut wie mein Kaffee" Sie zwinkerte mir zu und meinte nur noch "Wie immer keine Namen, du hast uns nicht gesehen seit der letzten Eiszeit und mach noch so ein bisschen Knabberzeugs fertig. Damit das nicht staubt noch Whiskey oder Tequilla, alles nur keinen Rum."


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Joshua

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von Joshua »

Ich konnte mich wirklich nicht mehr erinnern, wo ich die Mühle abgestellt hatte. Der PfR (Parkplatz für Raumschiffe) war garnicht so groß, aber durch den Trupp Leute, die gerade in ihren eigenen Raumschiffen gekommen waren, war es doch etwas unübersichtlich geworden. Und dann hatte ich mich auch noch in der Dunkelheit verlaufen, da mein Orientierungssinn nach den Ohnmachtsanfällen nicht besser geworden war.

Nach 24 Stunden intensiver Suche kehrte ich in das Caférant zurück, öffnete mit einem lauten Schwung die Tür und rief:

"Frohe Weihnachten allerseits!

Hat jemand meine Phobos gesehen?"


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nanny

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von nanny »

Durch den plötzlichen Luftzug und die deutliche Stimme hob ich langsam ein Auge. Das die Party etwas aus dem Ruder gelaufen war, wäre in etwa so als würde man den Amazonas als Bächlein betiteln. Mit großer Mühe versuchte ich durch die diversen legalen und illegalen Rauchschwaden etwas zu erkennen. Da das zweite Auge sich nicht öffnen wollte und meine Brille etwas verrutscht war, erkannte ich nur einen dunklen Schatten vor dem grellen Licht der offenen Türe.

"En Phoooooooooooobs, füa wasnn dasn? Hia sinnnnn alllllllllllee blauuuuuuuuuu."

Ein Überlebender der Party bemühte sich redlich seine Zunge zu zwingen die Buchstaben halbwegs deutlich auszusprechen, ein weiterer war ebenfalls bereit zu helfen.

"Blaus Weihnachtssssssssssssphobssssss, schorrrrry fliegt ned, zuvieeeeel schnaaaaaabbbbbbbbbbbbbbs."

Da die Gestalt keinen Versuch machte die Türe zu schließen, lichteten sich langsam die Nebel. Armeen von leeren Flaschen und Gläsern bevölkerten die Tische, die meisten Gäste lagen inzwischen unter diesen oder hingen in ihren Stühlen.

Mit einer Hand setzte ich die Brille richtig auf, während ich mit der anderen das Lid hochzuziehen um auch das zweite Auge aufzubekommen, als die Worte langsam vom Gehörgang in das Gehirn weitergeleitet wurden.
Frohe Weihnachten... das kam jetzt aber sehr plötzlich, keine Dekoration, kein Weihnachtsbaum und das Schlimmste, keine Plätzchen.


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nanny

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von nanny »

Gott sei Dank war der Weihnachten auch schon wieder zu vorbei. Ein seltsames Zeitphänomen, das immer mal wieder das Cafe besuchte hat die Angelegenheit auf seine Art und Weise erledigt. Normalerweise dehnte es ja peinliche Momente nahezu unedlich aus, diesmal verschwanden gleich ganze Tage.

Blinzelnd schaute ich mich um, die leeren Flaschen und Gläser waren genauso wie die vollen Gäste verschwunden. Lediglich die beiden vergnügungssüchtigen Männer saßen grinsend mit einer großen Schüssel Popcorn an ihrem Tisch und beobachteten mich gespannt.

Ach ja und der Überbringer der Weihnachtsbotschaft stand auch noch in der Tür, leicht verwirrt und ziemlich zerzaust. Ich blickte an ihm vorbei auf dem Parkplatz, auf dem ein einsames Phobs stand. Anscheinend wurde es beim Ausparken etwas ramponiert und deshalb stehengelassen.

"Wie die Heuschrecken" murmelte ich und ließ mich auf einen Stuhl fallen.


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nanny

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von nanny »

Anscheinend hatte das seltsame Zeitphänomen erneut zugeschlagen oder eine gütige Gottheit hatte die Finger im Spiel und so ging der Fasching spurlos am Cafe vorbei. Kein Konfetti, keine Luftschlangen und vorallem keine seltsamen Gestalten in noch seltsameren Verkleidungen. Leider gab es auch keine Gäste oder überhaupt Lebewesen, außer dem Kater, Emma und mir. Wobei ich mir nicht sicher bin ob ein Roboter mit positronischen Gehirn ein Lebewesen ist oder nicht. In diesem Fall zählt wieder die alte Weisheit, wenns nerven kann, lebt es meistens.


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Joshua

Re: Cafe zum schwarzen Kater

Beitrag von Joshua »

Nach einigem Herumirren fand ich schließlich meine als Phobos und schaute im Laderaum nach, ob noch alles da war, was ich mitgenommen hatte. War es.
Zufrieden legte ich mich dazu und machte erst einmal ein kleiner Nickerchen.

Als ich wieder aufwachte, schienen ein paar Tage vergangen zu sein.
"Hm, da muss ich mich doch tatsächlich ein wenig beeilen, sonst kann ich mir wirklich einen anderen Job suchen. Notfalls als Kellner in der alten Kaschemme hier."
Ich stieg also aus dem Kofferraum aus, schloss ihn ordnungsgemäß, sperrte die Türen der Kabine auf und setzte mich ans Lenkrad.
Ordentlich wie ich war, hatte ich den Zündschlüssel - oder wie immer das dann in der Zukunft heißt - vor dem Verlassen des Fahrzeugs abgezogen und war dann in die Kneipe, ääh die Kaschemme, gezogen. Nun aber war der Zündschlüssel nicht zu finden. Ich suchte alle Taschen ab, aber nix und abernix.

"Muss ich wohl bei meiner Ohnmacht in der Dingsbums verloren haben, anders kann ich mir das nicht erklären" dachte ich mir.

Ich also wieder hin, Türe öffnen, einen Blick in den leeren Gastraum werfen, Wirtin sehen und ihr ganz tief in ihre Augen schauend in höflichstem Tonfall fragend:

"Ist hier zufällig mein Zündschlüssel oder wie immer das Ding in der Zukunft heißt aufgetaucht?"

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