Descend of Darkness (RPG)

Geschichten über das GWars Universum, verfasst von Spielern aus dem gesamten bekannten Universum.
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Legion Of Iron

Beitrag von Legion Of Iron »

Sik erfuhr eher zufällig von dem Zwischenfall im Creon-System. Auf die Informationen über die verschwundene Flotte ausgesetzte Summe hat ihm durchaus zugesagt. Seinen letzten Auftrag hatte Sik vor einigen Tagen erledigt und konnte sich eigentlich erstmal frei nehmen aber die Gelegenheit um 25 Millionen reicher zu werden konte er sich nicht entgehen lassen. Eine solche Chance bekommt man nicht oft.

Sik brachte sofort zu Tespis VI auf, um sich dort anzumelden. Eigentlich hasste er große Versammlungen aber dieses mal ließ sich das wohl nicht umgehen. Als er beim Träger ankam, war dort schon einiges los. Um den Träger herum sammelten sich immer mehr Schiffe, die auf eine Landeerlaubnis warteten. Sik funkte den Träger an und man beorderte ihn in eine Warteschlange.

"Anscheinend bleibt mir wirklich nichts anderes übrig als abzuwarten..." dachte er...


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Tanora

Beitrag von Tanora »

“Da ist ja der Träger von Energeia!”, murmelte Tess träge, als die riesige Raumstation in Sichtweite kam und der Autopilot die Geschwindigkeit verringerte. Eigentlich hätte sie gerne Garfield noch weiter gekrault, aber es schien ihr doch ratsamer, sich um die Landung zu kümmern. Sie schwang sich in den Pilotensessel, um die nötigen Schaltungen durchzuführen.

Ihr Raumer, die SILVER DART, war schon etwas ramponiert und hatte die besten Jahre hinter sich. Trotzdem war es ein verlässliches Schiff und hatte ihr schon gute Dienste geleiste. Im Laufe der Zeit hatte Tess ein paar Umbauten vorgenommen, die den einen oder anderen Überraschungseffekt für ihre Feinde mit sich brachten. Nun aber steuerte sie den Kreuzer in Richtung des Landehangars, der ihr per Funk von der Raumkontrolle der Energeia zugewiesen wurde.

Die Einflugluke erreichte sie souverän, aber als sie dann in einer eleganten Kurve ihre Parkposition ansteuern wollte, wurde sie kurzzeitig durch ein Geräusch abgelenkt und blickte einen Moment zu ihrem Kater. Dabei übersah sie die Flügel des benachbarten Schiffes und es gab ein hässliches Knirschen, als sich die beiden Tragflächen berührten. “Mist!”, fluchte sie laut. Ihr Schiff kam zum zitternd zum Stillstand und stand nun nicht vorbildlich gerade im ihr zugewiesenen Hangarbereich, sondern etwas schräg. Von den Trägflächen her drang ein leicht verschmorter Geruch bis ins Cockpit, so dass sie als erstes ihren Reparatur-Robo losschickte. Dann schnallte sie sich ab und öffnete die Eingangsluke, um von außen nach Schäden zu schauen.

Sie ging rasch den Gang hinunter und durch die Schleuse nach draußen. Als sie auf die erste Stufe trat, verfing sie sich mit dem Fuß in einem herausragenden Kabel, fiel vornüber und rutschte auf dem Bauch die Treppe herunter. Ihr Sturz wurde erst von zwei Stiefeln am Fuß der Treppe gebremst. Sie hustete und guckte langsam nach oben, um herauszufinden, an wem sie da gerade hängengeblieben war.

“Na, Werteste, auch mal wieder im Lande… ?” nölte eine penetrante Stimme in ihr Ohr. Sie rollte innerlich mit den Augen. Das durfte ja wohl nicht wahr sein, ausgerechnet neben Vincent Bushnell musste sie landen, der wohl größten Nervensäge des Universums. Sie rappelte sich auf und blickte auf Vincent hinab, der ein gutes Stück kleiner als sie selber war. “Tja, manchmal kreuzen sich die Wege wieder…. “, murmelte sie und klopfte sich den Staub von ihrer Hose.

“Die Schäden an meiner Tragfläche ersetzt du mir natürlich?” – “Jaja,” brummte Tess genervt. “Keine Angst, Vince, du kommst schon zu deiner Kohle. Wir regeln das später, ich brauch jetzt erstmal nen Drink, glaube ich.” Sie winkte ihm zu und wandte sich ab, um so schnell wie möglich die kleine, kuschelige Bar auf dem Holodeck des Trägers zu erreichen.


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Bigaudara

Beitrag von Bigaudara »

Im Universum geschieht nichts ohne Grund. Es gab auch einen Grund weshalb ein bärenartiger Kneipenwirt seine Schrotflinte unter die Nase von Randall hielt, „Bürschchen, soll ich dir ein zweites Paar Nasenlöcher verpassen?“
Seelenruhig blickte Randall dem weitaus größeren Mann in die Augen, die Gespräche der anderen Gäste waren verstummt. <klimper-kling> „Das sollte für den Schaden reichen, ...und du, um Himmels willen, wer glaubst du schenkt uns dann den Schnaps aus wenn er am Boden liegt?“
Wie so oft musste John, ein narbiger Söldner dazwischen gehen, ohne jegliche Ahnung, weshalb Randall jetzt wieder
Seiner Wut Luft machte, dieses mal war es zum Glück nur ein Radio, das das zeitliche gesegnet hatte.
Wenige Sekunden später hörte man wie die ersten Krüge wieder aneinander stießen, Randall war äußerlich nach wie vor die ruhe in Person. Wie konnte es sein dachte er sich und lies sich die Meldung noch mal durch den Kopf gehen:


Wie uns soeben mittgeteilt wurde, hat das Konzil von Kallisto beschlossen, jegliche Untersuchungen im Fall der verschwundenen Imperialen Flotte einzustellen. Stattdessen wurde eine Prämie von 25.000.000 Goldstücken für Informationen über den Verbleib ebendieser ausgestellt...


Und wieder stieg der Zorn in ihm hoch, was war den an der verdammten Flotte so besonders, warum kehrten sie es nicht einfach auch unter dem Tisch wie sie es damals mit......
Er wurde durch einen Funkspruch aus seinen Gedanken gerissen, der Captain wollte das alle zurück an Bord kommen, es gab einen neuen Auftrag.
„Los komm, endlich was zu tun, das lenkt dich ein wenig ab,... hoffentlich was rentables“ sagte John, doch Randall missfiel der Gedanke daran, er ahnte um welchen Auftrag es sich handelte.


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Kleiner Tiger

Beitrag von Kleiner Tiger »

*Panik* Als die Kontrollcomputer die ersten Warnungen ausgaben war es noch ein leichtes Schwitzen. Wer glaubt schon an die veralterten Programme der Überwachungsanlagen, die mittlerweile in jedem Schiff eingebaut sind? Durch den Kollisionsalarm aufgeschreckt fliegen die Tatzen des Wildtieres am Steuerpult über die Displays, die scheinbar ihren eigenen Willen zeigen wollen und zum x.ten Mal den Benutzer auffordern nur eine einzige Auswahl zu treffen. „Verdammt hätte ich doch nur ein bisschen mehr investiert, um ein eigenes Schiff konstruieren zu lassen, als dieses gebraucht zu kaufen!!!!“ Während die Tatzen immer schneller auf die Bildschirme treffen, umso mehr scheinen sich diese sich wehren zu wollen. „ Wieso verspüren die Humanoiden immer den Drang alles nur noch kleiner zu machen!?“
Das Trägerschiff vorm Hauptfester jedoch scheint alles zu versuchen, um das Gegenteil zu beweisen. Während es vor kurzem noch unschuldig und harmlos aussah und sich als lang ersehntes Reiseziel anbot, so ist es stetig am wachsen und füllt schon jetzt das Fenster des Kontrollzentrums, wie als wollte es das kleine herannahende Schiff zerquetschen.
Kollisionsalarm!? Endlich geben die malträtierten Displays die gewünschte Auskunft.
Gravitation! Ungläubig hat der kleine Tiger auf die Instrumente. „Das ein Trägerschiff ne eigene Gravitation hat wurde bei der Ausbildung nie erwähnt…“
Die vor angst geweiteten Augen in den Fenstern des Trägerschiffes nicht mehr wahrnehmend fliegen die Pfoten wieder über die Displays in dem letzten Versuch eine Katastrophe zu vermeiden. Im Bugfenster tauchen die Hangars des Trägers auf…. Leider zu weit links…. ein versuch der Kurskorrektur… wurde der Schub schon zurück genommen?.... was ist mit dem Fahrwerk? – nicht ausgefahren… jeder muss ja lernen…. Abwehrraketen vom Träger!? … muss man sich etwa auch noch anmelden??? … verfehlt, was ein glück… Hangar ist zu weit rechts… Kurve und… gelandet!

*Mit ner riesigen Beule aufwacht und die letzten verbleibenden Kredits zählt* … das Schiff war wohl wirklich zu teuer! - zurück geht’s sicher nur per Anhalter durch die Galaxy… *verstohlen den angerichteten Schaden beäugt* …hoffentlich sind sie nicht all zu verärgert und es gibt ne Möglichkeit alles zu ersetzen!
*sich neugierig umsieht* Toll endlich mal auf nem richtigen Träger…


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Vagrant

Beitrag von Vagrant »

Kaum hatte man das Trägerschiff der Allianz Energeia erreicht, wurde einem von der Flugkontrolle eine automatisch generierte ID gegeben. Mit dieser ID war es nun möglich, die Bereiche des Trägers zu erkunden und zu den Schlafgemächern zu finden. Noch ehe der Turbolift im Hangar betreten werden konnte, wurde man von einer computergenerierten weiblichen Stimme begrüßt.

»Willkommen werter Reisender! Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt an Bord der Stormbringer. Ihre Kabine befindet sich auf Deck 9, die Zimmernummer wurde Ihnen beim Landeanflug mitgeteilt. Für weitere Informationen finden Sie darin ein Terminal, das sie direkt mit dem Bordcomputer verbindet. Wir fordern sie des Weiteren auf, jegliche Handlungen zu unterbinden, die als feindlich gesinnte Aktionen interpretiert werden können. Im Falle der Nichtbeachtung werden die Streitkräfte des Imperiums ohne Gnade gegen sie vorgehen. Ansonsten wünschen wir Ihnen eine gute Nacht und verbleiben mit freundlichen Grüßen! Ihre Crew.«


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Währenddessen initiierte die Vagrant Story den Eintritt in den Realraum. Vincent legte stets viel Wert darauf, unentdeckt in ein System zu gelangen, welches er aufzusuchen gedachte. Aus diesem Grunde wählte er die Schattenseite von Tespis VI als Sprungziel aus. Hinter dessen Masseschatten würde er den Sprung vor neugierigen Blicken verbergen können. Zusätzlich befand sich das Schiff, eine modifizierte Plünderer-Klasse, im Stealth-Modus. Der Ruck aus dem Hyperraum zu springen war immer noch spürbar, da die Stabilisatoren immer noch nicht repariert worden waren, doch das kümmerte ihn nicht. Schnell übernahm er wieder die Steuerkonsole und manövrierte die Vagrant Story den Äquator des Planeten entlang zu den Hangars des Trägers. Draußen herrschte ein reger Andrang und die Raumschiffe verschiedenster Herkunft und Bauart mussten warten, bis ihnen ein Platz im Träger zugeteilt wurde. Dies führte zu seinem zweiten manischen Verhalten: Sobald er unentdeckt eindringen konnte, musste er auf sich aufmerksam machen. Und das lief nicht immer gut. Vincent betätigte ein paar Schalter über seinem Kopf und wandte sich an den Bordcomputer.

»Das dauert mir zu lange. Wir drängeln uns ein bisschen vor. Stell den Beschleunigungskompensator auf 93.«

Mit Verlaub, Master Maxwell, eine Reduktion des Kompensators von 97 auf 93 könnte schwerwiegende Folgen für Sie haben.

»Sag mal, bist du meine Mutter? Stell den Wert auf 93. Ich erledige den Rest.«

Wie Sie wünschen ...

Langsam verringerte der Computer den Beschleunigungskompensator. Schon jetzt spürte Vincent, wie der Druck auf seinem Körper durch die hohe Beschleunigung und die schnellen Manöver des Schiffes zunahm. Elegant flog er durch verschiedenste Lücken, vollführte Fassrollen und andere waghalsige Manöver, während er sich an den anderen vorbeischlängelte. Beinahe kollidierte er dabei mit Siks Schiff, doch im letzten Moment kratzte er noch einmal die Kurve und stieß einen Schmerzensschrei aus, als er in den Sessel gepresst wurde. Krafteinwirkungen von bis zu 13 G. War doch richtig angenehm hier. Er deaktivierte den Stealth-Modus, was sofort eine Trägernachricht nach sich zog.

»Unbekanntes Schiff, identifizieren Sie sich! Wiederhole, identifizieren Sie sich! Bei Nichtbefolgung sehen wir uns gezwungen, das Feuer zu eröffnen.«

»Angie? Solltest du nicht bei deiner Oma sein?«, frug Vincent mit einem Grinsen im Gesicht. Es folgte Stille, ehe wieder ein Gespräch mit ihm aufgebaut wurde.

»Gib mir einen Grund, dich nicht abschießen zu lassen, Dreckskerl!«, kam es durch die Lautsprecher, während sich die Geschütztürme des Flottenträgers in seine Richtung drehten.

»Ich kann dir sogar mehrere nennen. Ich habe mein Baby vor kurzem erst polieren und tunen lassen, es ist Equipment oben, welches mir die Vierte Division nur in Raten zurückzahlen könnte, meine Schilde sind stark genug, um euch laaaange auf die Nerven zu gehen, ich habe einen sündhaft teuren und charmanten Droiden, dazu noch deine Nummer ...«

Der erste Schuss fiel und wurde von den Deflektoren absorbiert. Das Schiff ruckelte ein wenig. Sofort drehte Vincent bei und wich ein paar gut gezielten Fehlschüssen aus.

»Okay, okay! Du hast ja Recht. Auf den Droiden kann ich gerne verzichten.«

»Aus welchem Teil der Hölle du auch immer hierhergefunden hast ... du solltest schnell wieder dorthin zurückkriechen, bevor Du dafür noch ein Taxi brauchst!«

»Also wirklich, Kleines. Jetzt vergreifst du dich aber im Ton!«, brummelte er verstimmt, »Mein Baby hängt 85% eurer Karren in den ersten 200 Kilometer ab!«

Um die beiden auf wichtigere Themen zu lenken, schienen die ersten Headhunterschiffe – natürlich warteten sie alle nur auf eine solche Gelegenheit! - das Feuer auf ihn zu eröffnen. Vincent hatte alle Mühe, die Vagrant Story aus dem Schussfeld zu manövrieren, da er zwar ein überdurschnittlich guter Flieger war, aber eben nicht herausragend. Außerdem würde ihm schon bald der Schild entsagen, da er die Energie primär in das Impulstriebwerk leitete. So konnte er die anderen Schiffe leichter abhängen, wurde aber zu einer noch interessanteren Zielscheibe. Der Hangar des Flottenträgers näherte sich mit rasender Geschwindigkeit, doch noch immer waren die Schildgeneratoren aktiv und würden ihn beim Aufprall zerschmettern. Ein verirrter Schuss durchbrach die Schilde und traf die Steuermechanik. Das Raumschiff begann zu trudeln, aber noch konnte Vincent es zum Landeanflug bugsieren. Doch weiterhin waren die Schilde da. Genervt widmete er sich wieder dem Funk.

»Gut, ich entschuldige mich dafür, dass ich dich auf Phontanion sitzen gelassen habe. Würdest du jetzt bitte die Schilde herunterfahren?«

»So ist’s gut, Mistkerl«, sagte sie vergnügt, »Fehlen nur noch die Entschuldigungen für alle anderen Dates, die du gecancelt hast.« Auf Vincents Stöhnen konnte sie sich ein Kichern nicht verkneifen. Der Enori sah nun bereits Einzelheiten des Hangars, so also auch die Schildgeneratoren. Kein gutes Zeichen.

»Okay«, knurrte er, »Dann entschuldige ich mich für ein gecanceltes Rendezvous auf Phontanion, zwei abgesagte Dates auf Ridion, drei auf Kajed, sieben auf Eas, einem auf Dokal III und acht oder neun Abendessen auf Kallisto. Lässt du mich nun rein?«

Es folgte eine quälend lange Pause, in welcher der Beschuss zu- und die Entfernung zu seinem vermeintlichen Tod abnahm.

»Erstaunlich, du kannst dich wirklich noch an alle Verabredungen erinnern. Die Antwort ist nein.«

Ein weiterer Treffer nahm ihm völlige Manövrierfähigkeit und ließ ihn Schrauben drehend auf die Schilde zuschnellen. Vincent stellte den Umkehrschub auf 100% - und bereute es noch in der nächsten Sekunde. Da er den Beschleunigungskompensator auf 93% eingestellt hatte, riss es ihn nach dem Umkehrschub aus dem Sessel und direkt gegen das Cockpitfenster. Er wollte noch etwas schreien, doch der Aufprall presste alle Luft aus seinen Lungen. Stattdessen erhob sich die Stimme des Droiden.

Angela Shawn, Captain der Vierten Division! Wir sind im Auftrag des Imperiums im Creon-System. Admiral Aylin selbst war es, der uns diesen Auftrag erteilt hat. Wenn Sie nun also die Hangarschilde deaktivieren würden ...

Es kam keine Antwort, die Verbindung wurde sogar unterbrochen, doch zugleich fiel auch die Verteidigung des Trägers aus. Vincent kroch mit tierischen Schmerzen zu seinem Stuhl zurück, versuchte mit den Triebwerken einen stabilen Landeanflug zu bekommen und trudelte in gefährlichem Winkel in das Innere des Flottenträgers. Die Vagrant Story überschlug sich, ein Flügel brach wie der dünne Zweig eines Baumes. Funken stoben wild umher, während das Schiff wie durch ein Wunder durch eine „Parklücke“ raste und somit keinen Schaden anrichtete. Nur zwei Schiffe lagen dem Plünderer im Weg – und die schienen selbst keine glückliche Landung hingelegt zu haben. Zwischen den Raumschiffen von Tess und Kleiner Tiger blieb die Vagrant Story schließlich stehen – auf dem Dach liegend wohlgemerkt. Vincent lag unter seinem Stuhl und etlichem anderen, nicht festgeschnallten Dingen. Auch sein Droide machte es sich auf ihm bequem, doch das Knurren des Enori reichte aus, um ihn von seinem Meister wegzubekommen. Vincent kämpfte sich bis zur Ausstiegsluke vor und betastete in der Zwischenzeit seinen Körper nach Verletzungen. Seine Rippen hatten etwas abbekommen, auch sein Kopf dröhnte und blutete in der Nähe des rechten Auges. Dafür würde sie büßen, das schwor er sich. Mit einem tiefen Seufzer betätigte er den Knopf zum Öffnen der Luke. Nichts geschah. Noch einmal drückte er den Knopf, doch die einzige Reaktion war das Kreischen der Servomotoren. Scheinbar wurden sie durch die Bruchlandung beschädigt. Draußen sammelte sich eine kleine Menschenmenge um das Raumschiff. Sie hörten das verzweifelte Schreien der Motoren, gefolgt von einem dumpfen Schlag. Noch einmal ertönte das Geräusch, ehe die Türe nach dem dritten Mal in hohem Bogen davonsegelte. Vincent stellte sein Bein wieder auf den Boden, setzte seine Brille auf und ging. Auf halbem Wege zum Turbolift rief der Droide nach ihm. Wo er denn hinwolle und was in der Zwischenzeit getan werden sollte. Vincent seufzte leise.

»Sorg dafür, dass das Schiff in ein paar Stunden wieder flugtauglich ist! Die Rechnung geht an Captain Shawn. Ich brauch 'nen Drink.«

Mit diesen Worten verschwand er im Turbolift und wählte das Deck aus, in welchem sich seine Lieblingsbar befand: dem Holodeck. Doch ehe er dem Alkohol frönen konnte, meldete sich eine nervige - weibliche - Stimme durch die Lautsprecheranlage des Liftes.

»Willkommen werter Reisender! Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt an Bord der Stormbringer. Ihre Kabine befindet sich auf Deck 9, die Zimmernummer wurde Ihnen beim Landeanflug mitgeteilt. Für weitere Informationen finden Sie darin ein Terminal, das sie direkt mit dem Bordcomputer verbindet. Wir fordern sie des Weiteren auf, jegliche Handlungen zu unterbinden, die als feindlich gesinnte ... Aktionen ... interpretiert werden können. Im Falle ... der Nicht ... be ... ach ...«

Vincent zog sein Schwert aus dem kaputten Lautsprecher und ließ es kommentarlos in die Scheide im Rückengehänge gleiten.

Die Kneipe war mal wieder voll – man konnte also kaum sein eigenes Wort verstehen. Langsam setzte er sich auf einen freistehenden Barhocker und bestellte ein elysisches Ale. Der Barkeeper kam seinem Wunsch natürlich sofort nach. Er betrachtete nachdenklich sein Getränk und schüttelte lachend den Kopf.

»Frauen ...

Dann leerte er das Glas in einem Zug.


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Benjamin Walker war nicht gerade erpicht darauf, die einsamen Gänge auf Deck 3 der Stormbringer zu patrouillieren. Hier befanden sich die Gemächer der großen Frauen und Männer unter dem Banner Energeias, doch die befanden sich entweder auf Kallisto oder auf anderen Ebenen des Trägers. Nur Re-l Mayer, Tochter von Admiral Hush Mayer, war zugegen. Diese torkelte gerade durch einen schwach erleuchteten Korridor und schien aufgelöst zu sein. Ob man sie wohl über ihren Vater in Kenntnis gesetzt hatte? Sie hatte ja geschlafen, als sie den Hyperraumsprung vollzogen hatten. Er selbst hatte nur erfahren, dass die Flotte spurlos verschwand. Aber nach Gesprächen mit ranghöheren Freunden - hinter vorgehaltener Hand natürlich - hatte es den Anschein, dass die Führungsriege mehr wusste, als sie verlautbaren ließ. Wie auch immer, es sollte ihn nicht kümmern. Seine einzige Aufgabe bestand darin, die Korridore zu patrouillieren und Alarm zu schlagen, falls jemand in die oberen Ebenen eindringt. Re-l Mayer war für ihn Tabu. Er sollte sie gar nicht erst beachten. Und dennoch ... wie er sie nun sah, musste er doch etwas tun! Als es den Anschein hatte, dass ein Bein ihr nachgeben würde, war Ben schnell zur Stelle.

»Mistress Mayer! Ist alles in Ordnung mit Ihnen?«

Er hielt sie solange fest, wie sie seinen Halt benötigte. Danach würde er sie sofort loslassen, zu aufdringlich fand er sein Verhalten. Und doch machte er sich große Sorgen um die junge Frau, die nur ein, zwei Jahre jünger war als er.

»Kann ich Ihnen irgendwie helfen, Mylady?«


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Währenddessen führte Kervars Bordcomputer den Codebreaker aus und loggte ihn in den militärischen Funk des Trägers ein. Scheinbar nicht zu früh, wie sich herausstellen sollte.

»Ja, Admiral Aylin. Ja, ich verstehe. Aber das erklärt noch lange nicht, warum sie ausgerechnet ihn für diese Expedition ausgesucht haben! Er ist arrogant, selbstgerecht, skrupellos ...«

»... und nebenbei einer der besten Hacker und Fährtenleser, die das Imperium je ausgebildet hat. Vergessen Sie das nicht in Ihrer Erwähnung, Captain«, bemerkte Aylin scharf, »Doch einmal von Vagrant abgesehen ... haben sich bereits ... vielversprechende Bewerber gefunden?«

»Nun, wir haben da schon einen lustigen Haufen beisammen, Admiral. Wie zu erwarten war, haben sich unzählige Nonames hier eingefunden. Nur wenige haben einen Ruf, der größer ist als ihr Ego. Darunter zum Beispiel Tess Daelian und Vincent Bushnell, zwei renommierte Hyperphysiker. Daelian war maßgeblich an bahnbrechenden Forschungen im Gebiet des Nullsprungs beteiligt. Es hat sich auch ein Avaraner bei uns gemeldet. Es ist das erste Mal, dass ich einen so weit weg von Avalon zu sehen bekomme. Außerdem sind zwei namhafte Kopfgeldjäger hier. Der eine, ein Terraner namens Sik, ist noch nicht so lange dabei, aber er hat sich schnell einen Namen gemacht. Der andere ist Kasath Lightning, einer der gefährlichsten Headhunter im Unbekannten Raum. Sie alle haben hier ihr Quartier bezogen und werden rund um die Uhr überwacht.«

»Gut ...«, der Admiral klang sichtlich zufrieden, »Behalten Sie aber auch Vagrant im Auge! Ich habe das untrügliche Gefühl, er wird uns noch Schwierigkeiten bereiten.«

»Nichts lieber als das, Admiral. Ich werde es sofort veranlassen.«, erwiderte Angela Shawn mit hörbarer Genugtuung, »Was den Plan des Konzils betrifft ...«

»Ich habe nicht vor, das mit Ihnen über Funk zu diskutieren. Ich werde Sie abholen lassen, um unter vier Augen mit Ihnen zu sprechen.«, zischte Aylin

»Aber Sir! Ich kann Ihnen versichern, die Leitung ist absolut abhörsicher!«

»Mein Mädchen«, dieses Mal klang der Admiral fürsorglich, »Sie sind noch jung und unerfahren, also lassen Sie sich etwas von einem alten Fuchs sagen: Nichts auf Gottes Erden ist vor den Ohren des Teufels sicher.«

Stille. Ehe die Verbindung getrennt wurde, lachte der Admiral leise.

»Meine Leute werden Sie über weitere Schritte informieren. Admiral Aylin, Ende.«


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Re-l Mayer

Beitrag von Re-l Mayer »

»Du und deine Hirngespinste, es gibt sicher eine ganz harmlose Erklärung dafür, das Vater immernoch nicht zurück ist« Er hatte gesagt, dass seine Mission gefährlich ist und er hatte versprochen, bald zurück zu sein.
Während Re-l versuchte, ihre Angst zu verscheuchen, stolperte sie über etwas, das ihr in den Weg gerannt war. Bevor sie jedoch auch nur in die Nähe des Bodens kam, hielt sie jemand fest.

»Mistress Mayer! Ist alles in Ordnung mit Ihnen?«, fragte der junge Soldat Benjamin Walker. Sie hatte ihn überhaupt nicht bemerkt, als sie aus dem Zimmer ihres Vaters gestürmt war. Irritiert starrte sie hinter sich. Noch immer hielt er sie fest.

»Kann ich Ihnen irgendwie helfen, Mylady?«

»Das ist ja ... eine Katze! Was zum Henker macht eine Katze auf unserem Deck?!« Re-l war immernoch zerstreut, als sie Benjamin wahrnahm, der immernoch ihren Arm umklammert hielt.

»Oh, hallo Benjamin. Sie können mich loslassen, ich bin nur über dieses Drecksvieh gestolpert.«

Er sah sie eindringlich an: »Ist wirklich alles in Ordnung Mylady? Sie sehen aus, als wären Sie gerade einem Tornado begegnet«

Re-l wurde sich plötzlich bewusst, dass sie gerade erst aus ihrem Bett gestiegen war. Wie peinlich! »Ja, natürlich ist alles in Ordnung! Lassen Sie mich los, ich muss dieses haarige Vieh entfernen!«

Benjamin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wer war hier haarig, sie oder die Katze? Sicher wusste sie noch nichts vom Verschwinden ihres Vaters, sonst würde sie eine kleine unauffällige Katze nicht stören.

Mit langen Schritten eilte Re-l der Katze hinterher und packte sie auf Höhe ihrer Zimmertür. Die Katze sträubte sich und verpasste Re-l einen schönen langen Kratzer auf der Wange. »Verdammtes Mistvieh!«, murrte sie und ließ das Tier fallen. Es verschwand um eine Ecke. Na warte, dich werde ich schon kriegen!
Re-l betrat ihr Zimmer, ordnete ihr Haar, zog sich etwas ordentliches an und folgte dann der Katze. Bald stellte sie fest, dass sie einfach nur durch die Gänge streunte. Dann erinnerte sie sich plötzlich. Das war nicht irgendeine Katze, dieses haarige Fellknäuel gehörte Tess Daelian! Was machte sie an Bord der Stormbringer?

»Miez Miez! Komm her, ich bring dich zurück zu Frauchen! Ach nu komm schon her!« Re-l packte den Kater ein zweites mal und diesmal bleib er ruhig. Sie ging den Gang zurück und kam wieder an Benjamin vorbei.
»Warum grinsen Sie so dämlich?«, machte sie ihn an.

»Entschuldigen Sie, aber die Farbe des Katers passt perfekt zu ihren Haaren. Sie sind ein schönes Paar« Mit den Worten wand er sich ab und schritt den Gang hinunter.
Re-l beachtete ihn nicht weiter und überlegte, wo Tess wohl steckte. Vermutlich auf Deck 5, im Gespräch mit irgendeinem Mann vertieft, der ihrem Charme nicht wiederstehen konnte. Es war nicht das erste Mal, dass sie dabei ihren Kater durchs Schiff laufen ließ.
Als sie das Holodeck betrat, konnte sie Tess schon sehen. Sie redete tatsächlich mit einem Mann, mit Vincent Bushnell, der eigentlich alles anmachte, was nicht bei 3 auf den Bäumen, beziehungsweise in den Raumschiffen war.

Mit dem Kater auf dem Arm ging sie zu Tess herüber und stellte sich vor sie, ohne auf das Gespräch zu achten...


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jabba

Beitrag von jabba »

Ein monotones Geräusch weckte Kervar aus seinem Schlaf. Es waren die Sensoren, die in der Nähe des Trägers Waffenfeuer geortet hatten. Noch ziemlich schläfrig stand Kervar aus dem Bett auf und begab sich zu den Anzeigen. Es dauerte zwar in seinem Zustand ziemlich lange, doch Kervar schaffte es die Quelle näher zu lokalisieren, es war ein Schiff der Plünderer-Klasse das sich ungewöhnlich schnell auf den Träger zubewegte. Der Kampf wurde heftiger, die wartenden Schiffe schienen mit einzugreifen und schließlich..... war das Schiff von den Sensoren verschwunden. Da keinen Trümmer zu orten waren ging Kervar davon aus, das das Schiff gelandet war. Ein Grinsen begann sich auf seinem Gesicht zu zeigen. "Guuut.... wir haben also auf jeden Fall mindenstens eine Interessante Persönlichkeit hier." Pause. Kervar tätigt einige Tastatureingaben " Und wie es scheint hat unser Freund hier ähnliche Vorlieben wie ich. Ich habe hier keinerlei Aufzeichnungen über eine Sprungortung. So langsam bekomme ich Lust doch mal auf dem Träger vorbeizuschauen. Aber erstmal wollen wir uns ein genaueres Bild über die Lage verschaffen... "
Später am Tag:
"... werden Sie über weitere Schritte informieren. Admiral Aylin, Ende.Übertragung beendet, Aufzeichnung wird gespeichert"
"Interessant, wirklich interessant... und ich glaube die Person um die es im Gespräch ging habe ich heute schon in Aktion erlebt. Unser Captain scheint nur lebensmüde in seiner Aufzählung vergessen zu haben. Nun, es wird Zeit sich auch zum Träger aufzumachen. Aber beginnen wir erst einmal mit den Vorbereitungen. Kuurei, Hülle anpassen, Typ Energeia Korvette"
Die Kuurei ist ein einzigartiges Schiff. Während die gebräuchliche Tarntechnologie ein Energiefeld erzeugt, das Strahlung um das Schiff herumbeugt und so unsichtbar macht, verfügt die Kuurei über eine speziell beschichtete Oberfläche. Diese ist in der Lage, für eine kurze Zeit jegliche Strahlung vollständig zu absorbieren, was dafür sorgt dass das Schiff mit keiner konventionellen Ortungsmethode aufzuspüren ist. Die Absorbierte Energie wird in speziellen Energiepuffern gespeichert und zu passenden Zeitpunkten freigesetzt. Alternativ ist die Oberfläche in der Lage, für beliebig lange Zeit eine bestimmte Textur zu immitieren und die Form der Oberfläche minimal anzupassen. Somit kann die Kuurei die meisten Korvettentypen immitieren und im Notfall für kurzen Zeit von den Radars verschwinden.
"Identifikationssignal generieren, Energeia Korvette, Abteilung First Recon. Unser Ident damit überschreiben"
"Aktion erfolgreich"
"Und während des Fluges zum Träger versuchst du, das Stimmmuster von Aylin Synthesizerfähig zu machen. Wer weiß wann man das noch mal brauchen kann."

Als letztes programmierte Kervar eine Kommunikationsbake so, dass sie in der Lage war alle Funksignale abzufangen und wiederum verschlüsselt an die Kuurei weiterzuleiten. Er ließ diese auf der Oberfläche zurück als er zum Träger startete.
"Korvette an Träger, bitte um Landeerlaubnis zum Nachtanken und Aufmunitionieren"


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elPirato

Beitrag von elPirato »

Die "Skeletor" lag getarnt außer Schussweite der eigentümlichen Schiffsansammlung.
"Da haben sich anscheinend alle Halunken und Halsabschneider der ganzen verdammten Galaxie eingefunden. Ich frage mich bloß, was da vor sich geht. Und ich frage mich, warum die da so einträchtig neben einander liegen, sonst klauen sie sich doch dauernd die Butter gegenseitig vom Brot." sagte elPirato, der vor dem großen Navigationsschirm mit den Offizieren zusammenstand.
"Geschützfeuer vom Träger, Sire!" meldet ein Nachrichtenoffizier. Tatsächlich sah man auf dem Schirm das grelle Aufblitzen einiger Geschützbattereien des Trägers. Sie trafen einen Plünderer, welcher grade in halsbrecherischem Flug aus dem Hyperraum kam und gekonnt zwischen den Schiffen navigierte.
"Ist das nicht der Schlitten von diesem Maxwell? Der hat wohl wieder Stress mit der kleinen Shawn! Maxwell und seine Weiber!" prustete elPirato lauthals los.
"Sire, die Lage ist vollkommen unklar, ich schlage eine umfassende Aufklärung vor." sagte der Nachrichtenoffizier. elPirato rieb sich das Kinn und überlegte, was er von der Situation halten soll.
"Programmiert unsere Nanosonden so, dass sie die Form eines Stewartroboters der imperialen Flotte annehmen und schleust sie auf dem Träger ein. Aber nicht das neueste Modell und ein paar Kratzer darf er ruhig auch haben. Am besten nehmt einen der Serie "Glamour", die sind bekannt, dass sie ab und an ne Macke haben, da fällt das dann nicht so auf, wenn etwas schief geht."

....2 Stunden später.
Die Nanos flogen getarnt Richtung Träger und nutzten die winzigen Zeitbruchteile, wenn sich die Schilde neu kalibrierten, um hindurch zu schlüpfen. Sie steuerten auf das Hangardeck zu und flogen durch das Energieschild, welches die auf dem Deck vorhandene Atmosphäre vor dem Weltraum schützte. Hinter einem der dort parkenden Schiffe enttarnten sie sich, um dann sofort wild gestikulierend und anscheinend wirr durch den Hangar zu laufen.
"Wo bin ich hier nur gelandet, ich wollte doch in die Offiziersmesse, ich muss doch dort servieren. Kann mir mal jemand helfen? Hallo, ich hab mich verlaufen."
2 Wartungstechniker drehten sich von ihrer Arbeit weg und schauten den Roboter verdutzt an.
"Was will denn der hier" fragte der eine den anderen. Der lachte und entgegnete: "Das ist so eine Blechbirne aus der "Glamour" Serie, die spinnen ab und an und verlieren im Speicher die Orientierungsdaten und manchmal auch so einiges andere, ich bring den mal wieder auf Trab."
"Hmm, mal sehen, was der alles vergessen hat, ahh, alle Schiffspläne, hmm fast alle Datensätze kompromittiert. Ich lade dem am besten das ganze Stewardschema neu."

Der Zufall wollte es so, dass die Nanos eine Seriennummer generiert hatten, die für Stewards für die Offiziersmesse gedacht sind und noch immer gültig waren. Der nun mit allen Schiffsdaten und den Zugangsberechtigungen für die Klasse "Steward der Offiziersmesse" versehene Nanoroboter bedankte sich artig und dackelte los in Richtung Offiziersmesse. Die Nanos registrierten, dass die Zugangsberechtigungen auch für die Privaträume der Offiziere und auch die Brücke des Trägers galten, solange keine Gefechtssituation vorlag. Die intelligente KI der Nanos erweiterten den Umfang ihres Auftrages aufgrund der neuen Möglichkeiten...


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Tanora

Beitrag von Tanora »

Tess betrat die Bar auf dem Holodeck, wo ihr schon ein ohrenbetäubender Lärm entgegenschlug. Rauchschwaden hingen in der Luft, und es fiel ihr zunächst schwer, sich in der düsteren Atmosphäre zu orientieren. Ihr Blick schweifte suchend durch den Raum und blieb an der Musik-Combo am Ende des Raumes hängen. Die Musik drang nur schwer durch das Stimmengewirr, die Musiker taten ihr fast ein bisschen leid. „Na, nicht mein Problem,“ dachte sie achselzuckend und suchte nach einem freien Platz. Sie brauchte jetzt erstmal ein Bier und ein bisschen Ruhe, um sich von dem Stress der Landung zu erholen.


In der Mitte des Raumes erhob sich ein Pärchen, zahlte und wandte sich zum Gehen. „Sehr schön – genau das Richtige für mich,“ ging es Tess durch den Kopf und sie bahnte sich einen Weg durch die Menge zum Tisch. Erleichtert ließ sie sich nieder und tastete ein Bier.


Der Stewardrobo, der ihr das Bier servierte, sah schon etwas ramponiert aus, aber immerhin schaffte er es, das Bier abzusetzen ohne es zu verschütten. „Wohlsein!“ schnarrte er, bevor er sich wieder abwandte und zurück an die Bar eilte.
Tess griff nach dem Bier und wollte gerade genießerisch den ersten Schluck nehmen, als ihr von hinten jemand auf die Schulter klopfte, und sie vor Schreck einen Teil des Biers verschüttete.


„Hallo Tess!“, brüllte ihr Vince Bushnell ins Ohr. „So schnell hättest du nicht wieder mit mir gerechnet, was?“ Sie verdrehte nur die Augen und enthielt sich eines Kommentars. Das hielt Vince nicht davon ab, sich auf den freien Platz neben ihr zu setzen und mit dem Stuhl noch etwas in ihre Richtung zu rutschen.


„Weisst du, meine Liebe, ich muss dir doch noch von meinem letzten Auftrag erzählen. Da hat doch tatsächlich die imperiale Zollbehörde bei mir…“


Tess‘ Gedanken schweiften ab. Sie nahm einen großen Schluck des verbleibenden Bieres, das gut gekühlt und angenehm die Kehle herunterrann. Das war eine kleine Entschädigung für die Gegenwart von Vince. Lässig lehnte sie sich zurück und begann die Leute zu mustern, die rundherum saßen.


Am Nebentisch eine Gruppe junger Leute, wohl von der Trägerbesatzung von Energeia. Sie waren mit einem Würfelspiel beschäftigt, ab und zu lachten sie dröhnend auf. Dahinter saßen zwei Männer, die miteinander tuschelten und sich ab und zu umblickten. Am letzten Tisch vor der Bar saß ein nicht-humanoides Wesen, mit hellgrünen Tentakeln statt Armen, das sich sichtlich schwer damit tat, den Bierkrug zur Mundöffnung zu transportieren.


Der Blick von Tess wanderte weiter an die Bar. Ein hochgewachsener Mann mit langen schwarzen Haaren und einem Schwert auf dem Rücken fing ihren Blick auf. „Ein bisschen ramponiert sieht er ja aus, würde mich interessieren, was er angestellt hat“, dachte sie belustigt. Aber als sein Blick unverwandt kalt auf ihr ruhte, wandte sie sich ab und wollte gerade etwas zu Vince Bushnell sagen, als sich auf einmal eine kleine Gestalt vor ihr aufbaute.


Erstaunt blickte sie hoch und versuchte zu erkennen, wer da vor ihr stand. „Ach, Re-I …“, sagte sie gedehnt. „Lange nicht mehr gesehen. Bist ja wieder ein Stück gewachsen, seitdem wir uns das letzte Mal getroffen haben.“


Re-I hielt noch immer Garfield im Arm. „Hier, wegen deinem Mistkater hätte ich mir fast den Hals gebrochen!“, erwiderte sie anklagend.


„Na, was ärgerst du ihn auch, sowas mag er halt nicht“, antwortete Tess spöttisch.


„Er ist in meinem Quartier rumgestreunt, da hat er überhaupt nichts zu suchen. Daher werden wir ihn nun entsorgen“, rief Re-I und hielt den Kater krampfhaft fest, der mittlerweile wieder versuchte, sich zu befreien und ihr dabei erneut den einen oder anderen Kratzer zufügte.


„Was willst du… ?“ rief Tess drohend, „Entsorgen? Ich glaube ich höre nicht richtig!“


„Doch, doch, du wirst schon sehen.“ Re-I drehte sich auf dem Absatz um und hielt den Kater fest an sich gepresst. So verließ sie schnellen Schrittes den Raum und ließ eine sprachlose Tess zurück…


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Vagrant

Beitrag von Vagrant »

jabba:

Es war mal wieder ein spannungsgeladener Abend. Nichts war los und dennoch mussten sie ihrem Dienst nachgehen. Und gerade jetzt, hatten die Funker, allen voran Curt Davis, viel zu tun. Dennoch war es eine langweilige Geschichte, wie er fand, denn - seien wir einmal ehrlich - wie spannend war es schon, eintausend Mal nachzufragen, wer denn am anderen Ende der Leitung sei und ihm eine Landeerlaubnis zu erteilen. Da sie aber alle überwacht wurden, gab es keinerlei Möglichkeit, sich davonzustehlen. So ein Mist auch! Ein Gähnen unterdrückend, blickte Curt auf den Schirm. Ein Punkt nahe dem Mond von Tespis VI kam auf den Träger zu, die Daten, die übermittelt wurden, seltsam.

»Hey, Josh! Komm mal schnell her!«, rief er über seine Schulter hinweg, »Sieh dir das mal an!«

Der hochgewachsene, schwarze Mann betrachtete die Daten mit hochgezogener Braue.

»Das ist eine alte Korvette. Ich dachte, die wurden eingezogen, um klammheimlich eine neue Garnitur auszuliefern ...«

Josh war im Begriff, die Führung davon zu berichten. Seine Hand griff zum Communicator, die Finger huschten über das Eingabefeld.

»Warte mal!«, zischte Curt. Der Finger des Servicetechnikers ruhte auf der Wähltaste.

»Ist das nicht Johnny? Der war doch erst im Urlaub. Hat sicher nicht mitgekriegt, dass er seine Karre austauschen sollte.«

Beide lachten sie und aktivierten den Funk.

»Hey, Johnny, altes Haus! Wie war es auf Ios VIII? Hab mir sagen lassen, dass es dort unten tolle Nixen geben soll.«

Wieder lachten sie und übermittelten Kervar die Daten über Landeposition, Aufrüstungsmöglichkeiten, seine ID und Zugänge zu ein paar sicheren Ebenen, wie dem Waffenlager oder den oberen Decks, in welchen nicht nur die Brücke war sondern auch die Wohnstätten der höheren Riege.

»So, jetzt solltest du wieder auf dem neuesten Stand sein! Warte, wir holen dich ab! Und dann erzählst du uns alles bei einem schönen kalten Bier.«

Mit diesem Zeichen machte sich Josh auf dem Weg, um Kervar zu empfangen. Curt rieb sich freudig die Hände. Es sah so aus, als versprach der Abend doch noch spannend zu werden.

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